Zum Museumssystem von Armungia zählen das Museum 'Sa Domu de is Ainas' (das Haus der Arbeitsgeräte) und die Bottega del Fabbro, die das früher verwendete Werkzeug des Schmiedes zeigt, das Museum 'Emilio und Joyce Lussu', das dem persönlichen, politischen und literarischen Weg des Ehepaars Lussu gewidmet ist, sowie der Nuraghe Armungia, zu dem man direkt vom Museum aus gelangt.

'Sa Domu de is Ainas' hat seinen Sitz im alten Palazzo comunale, der Mitte des 19. Jahrhunderts erbaut wurde und in dem sich auch der Monte granatico (die Bank des Korns) sowie die Grundschule befand, die Emilio Lussu besucht hat. Die Ausstellung verteilt sich auf vier Räume und ist von Erklärungstafeln mit historischen Informationen, Dokumenten und Bildern der Zeit begleitet. Multimediale Arbeitsplätze und Hilfsmittel ergänzen den Lernweg. In der 'Sala del vestiario tradizionale' sind die traditionellen Trachten und Schmuckstücke Armungias aus den letzten zwanzig Jahren des 19. Jahrhunderts ausgestellt. Die 'Sala dei lavori delle donne' ist den Tätigkeiten gewidmet, die herkömmlicherweise von Frauen verrichtet wurden, wie die Verarbeitung von Wolle und Leinen, die Webarbeit und das Brotbacken, wobei dem 'pistoccu', dem typischen Sommerbrot des Gerrei, besondere Beachtung geschenkt wird. Hingewiesen sei insbesondere auf den hölzernen Webstuhl und die Eselsmühle für das Mahlen des Korns. Die 'Sala dell'agricoltura' präsentiert einen großen hölzernen Sonnenkalender, der auf einem Podest steht und in sardischer Sprache die Arbeitsphasen des Weizen-, Gerste- und Weinanbaus beschreibt und die jeder Phase entsprechenden Werkzeuge darstellt. Die 'Sala dell'artigianato' befasst sich mit der Tätigkeit des Hufschmieds ('su ferreri'), denn das Beschlagen der Arbeitstiere und die Herstellung der Arbeitsgeräte aus Eisen für Viehzucht und Landwirtschaft waren früher von erstrangiger Bedeutung für die Dorfgemeinschaft. Diese Abteilung verweist auf die zu besichtigende Schmiedewerkstatt (Bottega del Fabbro), zu der man auf einem Weg durch die Straßen des historischen Ortskerns gelangt. Die 'Sala del territorio' illustriert zentrale Themen des Lebens der Gemeinschaft: die Beziehung zwischen Armungia und seinem Territorium. die Raumgliederung des Ortes. die traditionellen Haustypologien. die Viehzucht einschließlich der Phasen der Käseherstellung. das Anlegen der alten Kohlenmeiler. die Ressourcen der Jagd und Fischerei.

Das Museum macht den Besucher eingehend mit Alltag und Wertsystemen einer bäuerlichen Gemeinschaft im Inneren Sardiniens vertraut. Das Hauptstück der Ausstellung ist der große Sonnenkalender, der mit Werkzeugen und sardischen Texten die Phasen der Feldarbeit beschreibt.

Adresse: piazza Municipio - 09040 Armungia Tel. 070 9589011. Fax 070 958076 Träger: Comune di Armungia.