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Supramonte

Dorgali, Dorf der Antike Tiscali
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Der Wacholderbaum könnte die Symbolpflanze des Supramonte sein, was seine verschlungene und eindrucksvolle Form angeht. Und gerade die unberührte Natur ist das Ass dieses Gebiets, was schon im Namen anklingt, der beinahe eine metaphysische Dimension heraufbeschwört: "ein Berg über dem anderen". Hier sind das Mufflon, der Königsadler, der Baummarder, die Alpenkrähe und der Geier zuhause. Das Gebirge des Supramonte besitzt bisher unerforschte Höhlen, Wälder mit Jahrhunderte alten Steineichen, die noch nie gefällt wurden, ein auf die Anwesenheit des Hirten reduziertes Menschenaufkommen, die nach wie vor in den Cuiles Zuflucht suchen, den Hütten, die von der Form und dem Material her stark an die alten Nuraghen erinnern. Der höchste Gipfel ist der des Monte Corrasi, der 1.463 Meter ü.d.M. erreicht und oft von Sebastiano Satta besungen wurde, dem Dichter und Sänger der sardischen Tradition.

Es handelt sich aber auch um eine Gegend, die voll mit archäologischen Zeugnissen ist wie beispielsweise dem nuraghischen Hüttendorf Sa Sedda 'e sos Carros, das sich am Eingang zum Lanaittu-Tal befindet und schon aus dem Grund interessant ist, um das Auffangen von Wasser in der Bronzezeit nachzuvollziehen (1.500 v.Ch.).
Eine garantierte Emotion liefert ein Ausflug zur Senke (Doline) des Monte Tiscali (518 Meter ü.d.M.), in deren Innern ein Nuraghendorf umschlossen ist, das aus Hütten mit Türstürzen und einer Abdeckung aus Wacholderholz besteht: seine Bewohner versorgten sich mit dem Wasser, das von den Wänden der Höhle hinunterlief, die das gesamte Gebiet umrunden.
In der Nähe von Tiscali befindet sich die Schlucht von Su Gorropu, die mit ihren Felswänden von über 400 Metern zu den tiefsten Canyons Europas gehört.
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