Quartucciu, im Campidano di Cagliari gelegen, angrenzend an Quartu Sant'Elena, Sant'Isidoro und Selargius, wurde im Mittelalter Quarto Suso Quarto Tocho genannt, was seinen Abstand von Carales bezeichnete, der vier römische Meilen betrug. Denn wahrscheinlich handelt es sich bei dem Ort um eine römische Gründung. Die Besiedlung des Gemeindegebiets durch den Menschen geht auf die vorgeschichtliche Zeit zurück, wie das Gigantengrab in Is Concias belegt. Im Mittelalter gehörte Quartucciu zum Verwaltungsbezirk Campidano bzw. Civita im Judikat Cagliari.

Besonders sehenswert ist die im Friedhof von Quartucciu gelegene Kirche Sant'Efisio mit einer romanischen Fassade aus dem 13. Jahrhundert. Doch die attraktivste Sehenswürdigkeit des Ortes ist zweifellos die megalithische Stätte, zu der das Gigantengrab von Is Concias gehört und zu der man auf der Nationalstraße 125 in Richtung Muravera gelangt. Im Januar belebt sich der Ort anlässlich des Festes zu Ehren von Sant'Antonio und einen Monat darauf zum San Biagio-Fest. Im Rahmen der handwerklichen Produktion des Ortes sind Stick- und Webarbeiten, handgefertigte Puppen, Korbflechtarbeiten sowie Brot und Gebäck besonders geschätzt.