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Das Feuer zu Ehren von Sant'Antonio

Auf das gemeinsame Anstoßen und den Tanz in das neue Jahr hinein folgen an zahlreichen Ortschaften eindrucksvolle und begeisternde volkstümliche und religiöse Veranstaltungen, die den Besuchern der Insel während der gesamten Wintersaison einzigartige Erlebnisse bescheren. Bis zum Beginn des Frühjahrs wartet die Insel mit einer ganzen Reihe von bedeutungsvollen Ereignissen auf: Dazu zählen das Feuer zu Ehren von Sant'Antonio, der Karneval und die Riten der Karwoche.

Im Januar ist das Feuerfest das absolute Highlight. Dieses auf ganz Sardinien begangene Fest hat aufgrund seiner mythisch-rituellen Aspekte und seiner sozialisierenden Funktion eine ganz besondere Bedeutung.

Das in der Nacht zwischen dem 16. und 17. Januar entzündete Feuer mit seiner Mischung aus religiösen und heidnischen Aspekten vereint die Dorfgemeinschaft auf dem Dorfplatz, wo ein uraltes Ritual zu Ehren von Sant'Antoni de su Fogu zelebriert wird, dem Schutzpatron der Hirten und Bauern, der - so die Legende - im Alter von über 100 Jahren eben am 17. Januar das Zeitliche segnete.

Die Legende besagt, dass der Heilige in die Hölle hinabstieg, um sich mit einer List den zündenden Funken anzueignen, den er in einem hohlen Stab verbarg, um diesen dem von Eis überzogenen Land zu schenken und den dort lebenden Menschen, die dieses Element noch nicht kannten.

Das Holz wird gekonnt gestapelt und bildet eine hohe Pyramide, die im Sardischen mit unterschiedlichen Namen bezeichnet wird: Sas Tuvas, Sas Frascas, Sos Focos, Su Fogarone, Su Romasinu oder Su Foghidoni. Der Name ändert sich je nach Ort und je nach verwendetem Holz. Das Holz von Mastixsträuchern, Erdbeerbäumen, Lorbeersträuchern und Rosmarin verleiht der Nacht einen ganz besonderen Duft.

Beim Einbruch der Nacht versammelt sich die Dorfgemeinschaft auf dem Dorfplatz, um – umhüllt von einer ganz besonderen Atmosphäre - gemeinsam das Feuer zu entzünden. Die Gläubigen umkreisen dabei - in einem heidnischen und religiösen Ritual - das Feuer dreimal im Uhrzeigersinn und dreimal im Gegenuhrzeiger und beten um das reinigende, vom Pfarrer gesegnete Feuer herum. So beginnt dieses Ritual, mit dem Unheil abgewendet werden soll und das vermutlich griechischen Ursprungs ist. (siehe beispielsweise der Prometheus-Mythos). Es ist dem „heiligen“ Element des Universums gewidmet, bei dem die Farbe des Blutes mit der Wärme des Körpers und folglich mit dem Leben verbunden ist.

Dieses Fest dauert mehrere Tage lang mit Tanz, traditionellem Gesang, gutem Wein und typischem Gebäck, den dolci di sapa und zeichnet den Beginn des Karnevals und deshalb auch den ersten Auftritt („sa prima essia“) der traditionellen Karnevalsmasken der Insel.

„Balla chi commo benit carrasecare (Tanze, denn bald ist Karneval), so lautet denn auch die Aufforderung der berühmten Mamuthones und Issohadores von Mamoiada, der Boes und Merdules von Ottana und zahlreicher weiterer Masken, die die Gassen der sardischen Dörfer bevölkern.

 

Video "Orgosolo: Sant'Antonio Abate"

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